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Wie steht es eigentlich um unsere Meere? Ocean Summit klärt auf!

Wie steht es eigentlich um unsere Meere? Ocean Summit klärt auf!

Gemeinsam mit Ocean Summit haben wir über eines unserer Herzensthemen gesprochen: der Zustand unserer Meere und was wir tun können, um diese zu schützen. Wie steht es also um unsere Ozeane und was hat eigentlich Kosmetik mit Meeresschutz zu tun? Das uns noch vieles mehr erfährst Du in unserem Interview mit der Ocean Summit Organisatorin und BUND Meeresschutzbeazuftragten Stefanie Sudhaus.

Was genau macht Ocean Summit?

ili elua: Stefanie, wir freuen uns sehr, dass wir Dir heute für unseren Blog-Beitrag zum Thema Meeresschutz ein paar Fragen stellen dürfen. Für diejenigen, die noch nicht von Ocean Summit gehört haben: Könntest Du einige Worte zu Ocean Summit sagen und was Deine Funktion dort ist?

Stefanie: Hallo und danke für die Einladung. Der Ocean Summit ist eine Bildungs- und Vernetzungsplattform in Schleswig-Holstein, bei der sich alles um den Meeresschutz dreht. Es ist uns ein Anliegen, möglichst viele Player zu diesem Thema zu vernetzen und so unser aller Arbeit effektiver zu machen. In Teilen gibt es natürlich schon Netzwerke, zum Beispiel in der Wissenschaft oder in Bildungsbereichen. Aber diese Netzwerke sind meist in sich abgeschlossen, was wir mit dem Ocean Summit ändern möchten. Gemeinsam mit unseren mittlerweile sehr zahlreichen Partner*innen stellen wir außerdem ein abwechslungsreiches und modernes Bildungsprogramm auf die Beine, von Podcast, Storytelling über Diskussionen und Vorträge bis hin zu Ausstellungen. Außerdem stellen wir Menschen und ihre Berufe oder Start ups vor. Denn Bildung ist für uns die Grundlage, um Menschen zu einer eigenen Meinung zu ermächtigen und sie ins aktive Handeln zu bringen.

ili elua: Wie steht es um unsere Meere und wodurch werden die größten Probleme verursacht? Und was hat der Einsatz von Mikroplastik in Kosmetik/Sonnenschutzprodukten für Folgen für unsere Gewässer und ihre Bewohner?

Stefanie: Leider geht es unseren Meeren insgesamt nicht gut, egal ob wir von der Ostsee oder dem Atlantik sprechen. Denn die Lebensräume und ihre Bewohner sind durch eine Vielzahl von Problemen bedroht, die sich oft noch gegenseitig verstärken. Ein Hauptproblem ist die Überdüngung mit Nährstoffen, die zu einer übermäßigen Algenblüte und in Folge durch Abbauprozesse zu Sauerstoffmangel im Wasser führt. Vom Problem mit dem Müll im Meer haben schon die Meisten gehört. Leider ist es noch immer hoch aktuell und zahlreiche Tiere sterben qualvoll, weil sie sich an Müll tödlich verletzen oder durch mit Müll gefüllten Magen verhungern. Denn Plastik wird nicht durch natürliche Prozesse abgebaut. Mikroplastik ist mit diesem Problem natürlich eng verbunden. Denn die großen Plastikteile werden in der Natur und im Wasser durch UV-Strahlung und Wellenbewegung immer weiter zum mikroskopisch kleinen Mikroplastik zerkleinert. Oder Mikroplastik wird direkt durch Kosmetikprodukte, Reifenabrieb oder Kleidungsfasern ins Meer eingetragen. Und egal ob großer oder kleiner Müll: In jeder Größenordnung finden sich Tierarten, die den Müll verschlucken und darunter leiden. Außerdem gibt es Studien, dass sich an Plastik vermehrt Schadstoffe anlagern und diese so in die Nahrungsnetze gelangen. Und damit letztendlich bei uns auf dem Teller landen, wenn sich die Schadstoffe im Gewebe anreichern.

Wie können wir unsere Ozeane schützen?

ili elua: So kurz vor der Ferienzeit ist es natürlich besonders interessant zu erfahren, was jeder/jede von uns tun kann, um unsere Gewässer zu schützen. Insbesondere im Hinblick auf die Verwendung von Sonnencremes. Welche schädlichen Inhaltsstoffe sind in "herkömmlichen" Sonnenlotionen enthalten? Was hat das zu Folge und wie ist  der Einsatz von Nanopartikeln in Sonnenschutzmitteln zu bewerten?

Stefanie: Sonnencremes enthalten oft schädliche Stoffe, die hormonell wirksam sind. Das bedeutet, sie können aktiv auf unseren Stoffwechsel einwirken und uns direkt schädigen. Oder sie enthalten Stoffe, die zu Hautirritationen führen können. Sehr umstritten ist der Einsatz von Nanopartikeln wie Titandioxid oder Zinkdioxid, die als alternative UV-Filter eingesetzt werden. Sie könnten unsere Zellen schädigen und haben zudem einen weiteren schädlichen Effekt im Meer: Beim Baden lösen sich die Nanopartikel und reichern sich im Ökosystem an. Auch dort sind die Stoffe schädlich und führen beispielsweise zum Absterben von Korallenriffen.

ili elua: In einigen Teilen dieser Welt, wie z. B. Mexiko, sind Sonnenschutzmittel mit Oxybenzon oder Octinoxat bereits seit einiger Zeit verboten. Warum zieht die EU nicht nach? Welche weitere Verbote bräuchte es?

Stefanie: Leider gibt es vor Ort keine Korallenriffe, denen wir direkt beim Sterben zusehen müssten. Da ist wohl der Druck, endlich zu reagieren nicht hoch genug. Insgesamt wird hier immer sehr viel geprüft und verhandelt, bevor Chemikalien auf die REACH-Liste der bedenklichen Chemikalien gesetzt werden. Und das Problem ist auch: es werden ständig neue Produkte entwickelt, von denen wir noch gar nicht wissen, welche genauen Folgen diese für die Umwelt haben. Trotzdem werden sie oft zugelassen und erst verbannt, wenn eine schädliche Wirkung entdeckt wurde. Wir müssten also dahin kommen, dass Chemikalien erst dann zugelassen werden, wenn ihre Unbedenklichkeit erwiesen ist. Das wäre ein echter Fortschritt.

Korallensterben - was heißt das?

ili elua: Was genau bedeutet Korallensterben und Korallenbleiche? Welche Auswirkungen hat das auf unser Ökosystem?

Stefanie: Korallenstöcke sind Kolonien von kleinen Nesseltieren (den Polypen), die mit Fangarmen (Tentakeln) das Wasser nach Nahrung filtern und die um sich herum oft ein Kalkgehäuse bilden - die Weichkorallen tun das allerdings nicht. Die meisten Korallen leben in einer Symbiose mit kleinen Algen, die die Korallen durch Photosynthese mit Sauerstoff und Zucker versorgen. Die Algen werden dafür durch die Korallen vor Fressfeinden geschützt.

Bei einer Korallenbleiche werden die Umgebungsbedingungen für die Korallen sehr ungünstig, z.B. durch erhöhte Wassertemperaturen oder Chemikalien. Dann stoßen sie die Algen aus und sterben, falls die Bedingungen dauerhaft schlecht bleiben. Eine gewisse Zeit lang können sie sich allerdings erholen.

Worauf sollte ich beim Kauf von Sonnencremes achten?

ili elua: Worauf sollte man beim Kauf von Sonnenschutzmitteln achten? Ist es sinnvoll, auf wasserfeste Lotionen zurückzugreifen?

Stefanie: Man sollte sich beim Kauf vorab über die Inhaltsstoffe informieren und hormonell wirksame Stoffe sowie Nanopartikel meiden. Leider enthalten so gut wie alle Sonnencremes einen oder mehrere solche schädlichen Stoffe. Wasserfeste Lotionen sind auf jeden Fall besser als lösliche, weil dadurch weniger Creme im Wasser landet. Aber auch dann gilt: Mindestens schon 30 Minuten vorher eincremen, damit möglichst viel der Creme in die Haut einziehen konnte.

ili elua: Welche Projekte stehen als nächstes bei Ocean Summit auf dem Programm? Wird es in diesem Jahr wieder ein Festival geben?

Stefanie: In diesem Jahr geht es bei uns um die Themen Wissenschaftskommunikation – was ist das, warum ist sie wichtig und welche Formate bedient sie. Im Sommer geht es um eine Meeresschutzstadt – was ist das genau? Und dann auch um Klimawandel und Meeresschutz. Da ist bestimmt für Groß und Klein was dabei. Einfach mal bei uns auf der Homepage unter www.ocean-summit.de vorbeischauen und im Programm stöbern.

ili elua: Ganz lieben Dank für das Interview.

Stefanie Sudhaud von Ocean Summit

Stefanie Sudhaus von Ocean Summit

 

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